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Alternative Möglichkeiten
Aus der Sicht der TCM sind die Ursachen des Hörsturzes bekannt und somit Therapien möglich
Grüner Tee, Ingwer und Ginseng
Die fernöstliche Medizin boomt - aber Vorsicht: nicht alles, was es in China gibt, ist für jeden gesund
Fernöstliche Methoden
Altes Wissen ist im Westen sehr gefragt - über den Boom der TCM die Expertin Wen Shi Chun im Interview
   

07. Juni 2006
16:49
  Alternative Möglichkeiten
Aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin sind die Ursachen des Hörsturzes bekannt und somit Therapien möglich
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Zur Person

Dr. Katrin Bienert ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Traditionelle Chinesische Medizin.

Praxis für TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)

  "Die Chinesische Medizin kennt für den Hörsturz drei unterschiedliche Ursachen. Zwei Füllesituationen und eine Leere- oder Mangelsituation", so die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) Ärztin Katrin Bienert aus Mödling.

Stress - Aufsteigendes Leber Yang

Im "Fachjargon" steigt das "Leber Yang" auf. In der Praxis heißt das: wenn man sich in etwas hineinsteigert oder sich sehr ärgern muss, so erzeugt dieser Stress Hitze im Körper. Kann diese nicht ausgeglichen werden steigt die Leberhitze auf und sorgt für das "Durchbrennen" - den Hörsturz.

Eu-Stress - Herzfeuer

Dieser Stress muss aber nicht negativ sein: Auch Jugendliche nach einem Konzertbesuch kann es treffen, die den freudig positiven Eustress erleben. Freude wird chinesisch gesehen dem Herz zugeordnet. Ist zuviel Freude da, kann auch da die Hitze zu groß werden - das "Herzfeuer lodert" und sorgt bei fehlender Ruhe für die unangenehme Folge: Hörsturz.

Fehlende Kühlung - Nierenschwäche

"Meistens handelt es sich beim Hörsturz aber um eine Schwächesituation im Körper", so die TCM Ärztin: "Wer an einer generellen Nierenenergieschwäche leidet, dem fehlt die Kühlflüssigkeit im Körper - das Nierenwasser." Das bedeutet, dass auf Dauer gesehen ein Gefühl wie "kurz vor dem Burnout" entsteht. Ist die Niere schwach, so wird zusätzlich immer mehr Kühlflüssigkeit verbraucht. "Dann reicht ein Tüpfelchen am 'i' und es kommt zum Hörsturz", erklärt Bienert.

Bewegung

Am besten ist es natürlich "Hitzesituationen" also Stressauslöser zu vermeiden. Gefragt ist der ruhige Ausgleich und das innere Gleichgewicht. Dafür ist Ausdauersport geeignet. "Allerdings keine Sportart, die zusätzlich auspowert, so wie Mountainbiken. Damit wird nur wieder Stress erzeugt". Besser sei es da schon mit dem Partner spazieren zu gehen. Auch harmonisierende Bewegungstechniken, die zusätzlich direkt auf die Meridiane wirken, empfielt die Expertin: Qi Gong oder Tai Chi helfen das Gleichgewicht zu finden.

Ernährung

Zusätzlich kann auch mit der Ernährung "Hitze gedrosselt" werden: Scharfes und Gegrilltes, viel Fleisch und Alkohol gelten in der chinesischen Ernährungslehre als thermisch "heiß" und sollten vermieden werden. Besser ist Gekochtes, Suppen, Getreide und Fische, als ausgleichende und stärkende Nahrungsmittel.

Tuina und Akupunktur

Mit der Chinesischen Manualtherapie Tuina wird durch Grifftechniken direkt am Körper entlastet und entspannt. Auch die Akupunktur wird entlang des Leber- oder Herzmeridians angewendet. Diese hilft in Akutsituationen punktgenau.

Chinesische Kräuter

Besonders häufig werden in China Kräuter Rezepte eingesetzt, die nach einer Puls- und Zungendiagnose individuell gemischt werden. "Zehn bis zwanzig Bestandteile sind in einer ausgewogenen TCM Rezeptur enthalten", so Bienert. Einzelne Kräuter, die auf die Leber, Herz oder Nierenenergie wirken, können ebenfalls verwendet werden. So zum Beispiel die Crysantemenblüten zur Harmonisierung der Leben, Longanenfrüchte gegen das Herzfeuer und Bocksdornfrüchte zur Stärkung der Nierenenergie.

Was bringts

Bei längeren chronischen Erkrankungen und Schmerzen hat die Traditionelle Chinesische Medizin gute therapeutische Möglichkeiten. Beim Hörsturz ist aber auch die TCM nicht ganz so erfolgreich: "Meine Erfahrungswerte liegen bei 30-40 Prozent Hilfe durch die TCM", sagt die Ärztin Bienert, "das ist nicht viel für die TCM, aber immerhin." (nia)



In diesem Forum gibt es 16 Postings

 Josef Goldberger
 07.06.2006 18:09
 
TCM
Eigentlich bin ich ein ziemlich ungläubiger Thomas; nicht religiös und das Kronenzeitungshoroskop lese ich auch nicht,...

Kürzlich hatte ich aber das Vergnügen als Dolmetscher für eine Patientin einen TCM-Arzt bei der Behandlung live zu beobachten. Was ich gesehen habe? Für uns Westler ein ziemlicher Hokuspokus; aber die Reaktionen der Patientin waren erstaunlich. Nach Akupunktur und Tuina-Massage war die Patientin nicht mehr wiederzuerkennen. Ich habe sogar an den Reaktionen der Patientin das Fließen des Qi, das der Arzt in ihren Körper geleitet hat, erkennen können. Bisher habe ich angenommen, dass das eine reine Erfindung aus Kongfu-Romanen a la Jin Yong sei.
 
 Josef Goldberger
 07.06.2006 18:19
 
Re: TCM
Beeindruckend war auch die Puls- und Zungendiagnose; woraufhin der Arzt die Probleme der Patientin haargenau gleich beschrieben hat, wie die Patientin mir gegenüber bereits vor dem Arztbesuch (Arzt und Patientin haben einander zuvor natürlich noch nie gesehen, der Arzt spricht kein Wörtchen Englisch, die Patientin kein Chinesisch).

In Österreich würde ich mich aber von einem TCM-Arzt nur behandeln lassen, wenn ich seinen Lebenslauf kenne und mich mit ihm auf chin. unterhalten kann. Ein Einmonats-Crashkurs wiegt wohl kaum ein zumindest vierjähriges Studium und jahrelange Praxis in China auf.
 
 Castanaro 
 07.06.2006 11:18
 
Man soll die Methode nicht überschätzen,
das gesamte Wesen des Heilenden ist imho entscheidender.
Wenn ich mir das liebe Gsichterl anschau,
dann werd ich gleich ein bisserl gsünder :-))
 
 Norbert Müller 
 07.06.2006 14:36
 
Re: Man soll die Methode nicht überschätzen,
jaja, man soll die Alternativen Methoden nicht überschätzen.. ja aber warum tun wir dass dann ungefragt tagtäglich bei der doch so anerkannten Schulmedizin? Da darf man nie ewas in frage stellen, wobei es viele viele Bereiche gibt, wo die Schulmedi
nix zusammen bringt, aber unmengen viel Geld und Leid verschlingt und auch für sehr viele Menschen das Grab geschaufelt hat.

Ausagen wie, "man soll die möglichkeit der alternativen Möglichkeiten nicht überschätzen" lass ich erst dann gelten, wenn wirklich niemand mehr dass bei der Schulmedizin tut.
Ich hab seit sehr vielen Jahren extrem gute Erfahrung mit allen möglichen alternativen Heilmethoden gesamelt. Es gibt Bereiche wie z.b. Notfallmedizin, Unfall Chirugie etc.. wo es wunderbar ist dass wir eine fortschrittliche Schulmedizin haben, aber es gibt sehr viele Bereiche wo die S.M. einfach nicht der richtige Ansprechpartner ist und alles andere einfach besser ist! Sanfte heilmethoden u., Selbstbewusstein - darin liegt die Zukunft!
 
 Castanaro 
 07.06.2006 14:47
 
Re: Re: Man soll die Methode nicht überschätzen,
Sie interpretieren hinein,
ich habe die Schulmedizin und alternative Heilmethoden insgesamt relativiert,
nicht eine der beiden favorisiert.
 
 owen breon3 
 07.06.2006 12:11
 
Re: Man soll die Methode nicht überschätzen,
hachja :)
 
 Sad Dad 
 07.06.2006 10:32
 
Ihr Narren!
Jahrtausendealtes Wissen derart zu bezeichnen nur weil energetisches Denken nicht reingeht bei Euch! ihr seid wohl alle Freunde der Pharmaindustrie? Kein Wunder, dass alles den Bach runtergeht...
Wir, die ach so zivilisierten Westler, glaubten immer schon alles besser zu wissen weshalb wir immer schon alte Kultur & Weisheit zerstörten - solange bis wir uns selbst zerstören....
Ab in den Zoo mit Euch! ;-))
 
 eine stimme
 07.06.2006 12:40
 
Re: Ihr Narren!
iggy pop
blah blah blah
 
 Helmut Huber 
 07.06.2006 08:30
 
Gaunerei,
weiter nix.
 
 Cr S
 07.06.2006 00:39
 
"Herzfeuer", "Kühlflüssigkeit", "Leberhitze" - kreativ sind sie ja bei ihren Bezeichnungen. Aber irgendwie ist mir die wissenschaftliche Medizin doch lieber, die zugibt, daß sie für gewisse Dinge die Ursachen und Abläufe nicht kennt, aber versucht sie herauszufinden. In diesen Quacksalbereien dagegen gibts immer irgendwelche Energieflüsse, die zu hoch, zu tief, zu heiss oder zu kalt fliessen, das ist die Ursache und damit ist das Problem gelöst. Die greifbare Realität scheint da eher störendes Beiwerk zu sein.
 
 Norbert Müller 
 07.06.2006 15:08
 
Re:
ich frage mich immer wieder, warum leute zu etwas posten müssen und über etwas schreiben müssen,
worüber sie aber wirklich genau nix verstehen. Für was oder für wen soll das für irgendwas gut sein?
Es stärkt den Ego, das Ich.. naklar, die Volkskrankheit Nr.1 unserer westlichen Bevölkerung.
 
 sherry
 06.06.2006 22:47
 
die von ihnen genannten 30 - 40 % sind wohl alle spontanremissionen gewesen.

hatte gelegenheit, in peking DIE tcm - klinik schlechthin zu besuchen.
die schrägen figuren, die sich dort als "ärzte" vorstellten, hatten ein "studium" von genau einem jahr (!) hinter sich. in dreckigen weißen kitteln verkauften sie säckchen mit jeweils gleichem inhalt, wirksam selbstredend gegen jedwedes gebrechen.

bei der katastrophalen ausbildung unserer praktischen ärzte ist es kein wunder, dass es einige gibt, die sich in die marktnische TCM stürzen und dort mit hokuspokus gute geschäfte machen wollen.

seriöser wird es dadurch nicht, frau kollegin, auch bei gekonnt platzierter eigenwerbung nicht!
 
 statement writer  
 07.06.2006 11:14    
 
Re:
Sie waren wie schon wie von Hrn. Goldberger
erwähnt eher in einem China Lokal.
Das Studium eines Arztes der chinesischen
Medizin dauert in China in etwa solange wie
eine westliche Facharztausbildung bei uns.
In Österreich derzeit länger, da Sie es nur
als Zusatzausbildung zur westlichen Medizin studieren können. Nicht zu verwechseln mit irgendwelchen Diplomen diverser Anbieter. Wir sind in Österreich übrigens in Österreich in der glücklichen Situation die einzige Universität in Europa für TCM zu haben.
 
 Josef Goldberger
 07.06.2006 07:18
 
Re:
Dann waren Sie wohl nicht in DER tcm-Klinik.

Schöne Grüße aus Peking
 
 sherry
 07.06.2006 13:13
 
Re: Re:
jedenfalls wurde sie als solche angekündigt....anyway....quacksalberei bleibt quacksalberei.
und : jahrtausendealtes wissen? primitivkulturen hatten schon immer für alles ein "wässerchen". und da sind jahrtausende eine qualifikation?
dann lassen sie sich doch von einem pharaonenarzt bei lebendigem leib den schädel aufbohren. das ergebnis? ein loch!
die dokumentation? eine mumie.
das geschäft mit der angst und der verzweiflung war schon immer das beste, frau kollegin. und das haben sie ja gut erkannt !
 
 sherry
 07.06.2006 18:40
 
Re: Re: Re:
sorry, kollegin.......meine leberhitze hat wohl leider gerade über einen kühlflüssigkeitsmangel zum herzfeuer geführt....gelobe besserung !
 
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