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Laut der TCM verläuft das Leben eines Mannes in Zyklen
von acht Jahren, das Leben einer Frau in Zyklen von sieben
Jahren.
Bis zum siebenten Jahr fallen die Milchzähne aus.
Danach füllen sich zwei zusätzliche Gefäße,
das Meer des Yin und das Meer des Blutes. Beide sind für
die Menstruation verantwortlich. Bis zum 14. Lebensjahr
hat die Regel eingesetzt, was die Vorraussetzung für
die Fruchtbarkeit ist. Bis zum 21. Lebensjahr kommen die
Weisheitszähne. Mit 28 Jahren hat die Frau den Höhepunkt
ihrer Weiblichkeit erreicht. Ab 35 beginnt sie wieder zu
welken. Die Gefäße und Meridiane trocknen aus,
die Haut verliert ihre Elastizität, erste Falten zeigen
sich. Erste Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates
können entstehen. Mit 42 Jahren beginnen die Haare
dünner zu werden, die ersten Zähne werden schlecht
und fallen aus. Mit 49 Jahren erlischt das Himmelswasser
– Tian Kui –, das für die Fruchtbarkeit
verantwortlich ist. Die Frau tritt in einen neuen Lebensabschnitt,
die Menopause oder das Klimakterium. Ihre Nieren-Essenz
hat sich vermindert. Die Knochen werden brüchig. Osteoporose
kann als Zeichen des Verlusts von Yin entstehen. Das Gehör
kann abnehmen.
Die Nieren werden dem Element Wasser zugeordnet. Wird das
Nierenwasser im Laufe des Lebens verbraucht (durch körperlichen
und geistigen Stress), entsteht ein so genanntes Leere-Feuer,
das die bekannten Symptome der Wechseljahre bewirkt: Hitzewallungen,
Schlafstörungen, Schwitzen, Schwindel, emotionale Hochschaubahnen,
vor allem im Sinne von Ärger oder Trauer. Ungesunde
Ernährung und das Leere-Feuer verbrennen das Blut.
Das führt zu Haar- und Nagelproblemen, Gedächtnisstörungen
und Sehproblemen.
In fernöstlichen Ländern wird dieser Zustand
nicht als so belastend empfunden wie bei uns. Der Eingriff
in den weiblichen Hormonhaushalt mit Hormonersatztherapie
wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin sehr zurückhaltend
vorgenommen. Nur in wirklich strengen Indikationen werden
Hormone verschrieben.
Sehr viel können Sie mit der Nahrung regulieren. Essen
Sie Nahrungsmittel, die das Nierenwasser wieder stärken.
Was mit Wasser zubereitet wird, vermehrt auch das körperliche
Wasser. Wählen Sie Zubereitungsformen wie dünsten,
blanchieren oder kochen als bevorzugte Kochtechniken.
Was aus dem Wasser kommt – Fische, vor allem Makrelen,
Heringe und Muscheln, Algen und Seetang – löscht
ebenfalls das Feuer.
Nahrungsmittel, die viel Wasser enthalten, wie Gemüse
und Obst kühlen. Essen Sie viel grünes Gemüse
und Sojaprodukte. Tofu wird gerade in den Wechseljahren
sehr empfohlen. Melanzani und Sesam, vor allem der schwarze
Sesam, stärken das Yin und das Blut. Verwenden Sie
Sesamöl oder versuchen Sie einmal Tahini oder Hummus,
die in der griechischen und türkischen Küche gerne
verwendet werden.
Vermeiden Sie schwere, fette, scharfe oder zu üppige
Speisen. Diese schüren nur das innere Feuer, und Ihre
Symptome werden anhalten. Also für einige Zeit ist
Schluss mit gegrilltem Fleisch und Rotwein!
Trinken Sie generell ausreichend, um das lodernde Feuer
zu beruhigen: Birnensaft, Apfelsaft, Wasser oder entsprechende
Tees.
Mit chinesischen
Kräutern kann man wunderbare Erfolge erzielen.
Die Kräuter vermehren Ihr Yin und Blut und senken das
Feuer. Solche Kräutermischungen können aber nur
von ihrem TCM-Arzt verschrieben werden.
Aus manchen Kräutern können Sie auch selbst Tees
zubereiten.
Grüner Tee tagsüber und Pfefferminztee abends
sind hervorragende Regulatoren. Oder gießen Sie etwa
fünf Chrysanthemenblüten und zehn Bocksdornfrüchte
mit einem halben Liter Teewasser auf, zehn Minuten ziehen
lassen und ausgekühlt am Nachmittag und am Abend trinken.
Er schmeckt gut und nach einiger Zeit werden Sie auch den
Effekt spüren. Die Hitzesymptome reduzieren sich zunehmend.
Gegen nächtliches Schwitzen oder gegen Schlafstörungen
trinken Sie vor dem Einschlafen noch einen Tee aus Hopfen,
Melisse und Baldrian. Dann kann nichts schief gehen!
Außerdem gibt es sehr wirksame Akupunkturpunkte,
die Ihr inneres Feuer senken können. Verwenden Sie
Punkte auf dem Leber- und Nierenmeridian, um wieder ins
Lot zu gelangen.
Allgemein gilt:
• Raus aus dem Stress!
• Kühlen Sie ihren Körper!
• Gehen Sie spazieren!
• Betreiben Sie Sport! Das hilft auch gegen Osteoporose.
• Lassen Sie sich nicht ärgern!
• Zum neuen inneren Gleichgewicht kommen Sie durch
Bewegungstechniken wie Qi Gong und Tai Chi.
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