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Die Wirkung der Akupunktur erfolgt über die Ausschüttung
von körpereigenen Botenstoffen, die eine Schmerzlinderung
bewirken und gleichzeitig den Heilungsprozess fördern.
Deshalb wird die Akupunktur im Bereich der Schmerztherapie
gerne eingesetzt. Je nachdem, welches Gelenk betroffen ist,
wird die Blockade im entsprechenden Meridian aufgelöst
und zusätzlich werden Lokalpunkte gestochen. Sind zum
Beispiel die Knie betroffen, werden die Meridiane Gallenblase,
Magen und Milz verwendet, die direkt über das Knie
verlaufen.
Mit Hilfe von Chinesischen Kräutern
kann man ebenfalls Schmerzen lindern, indem die kleinen
Entzündungen beruhigt werden. Je nach Entzündungsgrad
werden vermehrt Hitze-klärende Kräuter oder Nässe-entfernende
Kräuter bei Schwellungen verschrieben. Handelt es sich
um eine reine Qi-Stagnation, also um eine Blockade der Meridiane,
werden Stagnations-lösende Kräuter verschrieben,
um Qi und Blut wieder zu bewegen. Bestehen Gelenksschmerzen
schon seit langer Zeit, degenerieren die Knorpel. In so
einem Fall muss das Yin, also die Flüssigkeit in diesem
Bereich, wieder aufgebaut werden. Hiezu werden Yin-tonisierende
Kräuter verwendet. Je nach betroffenem Gelenk, der
Art der Entzündung, der Konstitution, dem Alter und
dem Körperbau des Patienten wird eine genau angepasste
Rezeptur von verschiedenen Kräutern zusammengestellt,
die entweder als Auskochung in flüssiger Form oder
als Granulat in trockener Form mit etwas Wasser eingenommen
wird.
Auch die Ernährung
nach den fünf Elementen spielt eine wesentliche Rolle.
Bei floriden Entzündungen essen Sie keine anfeuernden
Nahrungsmittel wie scharfe Gewürze, zu heiße
Speisen, Gegrilltes, Gebratenes oder Gebackenes. Diese zugeführte
Hitze verstärkt die Hitze in den Gelenken. Essen Sie
lieber Gekochtes, Suppen, Gemüse, Getreide und grüne
Gewürze. Trinken Sie ausreichend!
Tuina,
die manuelle Medizin in der Traditionellen Chinesischen
Medizin, bringt durch die Kombination von Akupressur, eigenen
Massagetechniken und leichten chiropraktischen Handgriffen
Erleichterung.
Schröpfen
hilft, die Blut- und die Qi-Zirkulation im entsprechenden
Gebiet anzuregen und so die Immunzellen zur Abwehr zu aktivieren.
Es werden unterschiedlich große Schröpfköpfe
entlang des Meridians oder um das betroffene Gelenk durch
Unterdruck auf die Haut gesetzt. Das fühlt sich angenehm
an und lindert Schmerzen.
Mit Moxakraut
lassen sich chronische Gelenksschmerzen lindern. Artemisia
vulgaris, der gemeine Beifuß, wurde schon bei den
keltischen Druiden als „Mutter der Kräuter“
bezeichnet. In den klassischen Werken der Traditionellen
Chinesischen Medizin steht: „Wenn die Akupunktur nicht
mehr hilft, dann verwende Moxa“. Dieses Kraut wird
zur Schmerzlinderung auf der Haut über gewissen Akupunkturpunkten
abgebrannt, sodass die Wärme und die Wirkung des Krautes
über die Haut einziehen können. Es gibt auch Moxapflaster,
die auf die Haut geklebt werden.
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